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  • Judith Pieper-Köhler

Estoril-Thriller beschert Reiti und dem BMW Motorrad World Endurance Team weiteres Podium

Markus Reiterberger und das BMW Motorrad World Endurance Team haben heute auf der portugiesischen Rennstrecke in Estoril, beim 12-Stunden-Rennen der FIM Endurance Weltmeisterschaft einen echten Thriller abgeliefert. Nach einem nahezu perfekten Start von Teamkollege Xavi Forés aus der zweiten Position heraus, konnte auch Reiti einen starken ersten Stint abliefern. Mit guter Race-Pace und viel Zuversicht fuhr der 27-Jährige für den zweiten Boxenstopp in die Box zurück und übergab die BMW M 1000 RR an seinen Teamkollegen Kenny Foray. Nach knapp zweieinhalb Rennstunden passierte es: Foray rutschte in Führung liegend weg und stürzte. Er brachte die #37 M RR an die Box. Nach einem Reparaturstopp von viereinhalb Minuten ging es zurück ins Rennen. Zwar lag das BMW Motorrad World Endurance Team vorübergehend mit vier Runden Rückstand auf dem 20. Rang, doch von da an gab es nur noch den Weg: den nach vorn.

Während des zeitweise turbulenten Rennens, in dem noch mehrere Male die jeweils Führenden Fahrer der anderen Teams durch Stürze oder Probleme weit zurückfielen, lief es für Forés, Reiterberger und Foray wieder ohne Probleme weiter. Mit schnellen Rundenzeiten holten sie Platz für Platz auf. So hielt Forés für längere Zeit die schnellste Rennrunde des gesamten Feldes. Nach fünf Rennstunden hatten Reiti und sein Team die Top-10 erreicht. Nach sieben Stunden lag das Trio bereits auf Platz sechs, und übernahm kurz danach den vierten Rang, als im Spitzenfeld zwei Motorräder kollidierten. Nun machten sich das BMW Motorrad World Endurance Team daran, den Rückstand auf die Top-3 zu reduzieren.

In der Schlussphase entwickelte sich das Rennen zu einem echten Sprint-Thriller. Eineinhalb Stunden vor Schluss geriet das zu diesem Zeitpunkt führende Team in Probleme, und das Podium rückte damit für die #37 M RR in greifbare Nähe. Als alle Teams eine halbe Stunde vor der Zielflagge ihre letzten Boxstopps absolviert hatten, hatte Reiterberger als Schlussfahrer nur noch zehn Sekunden Rückstand auf die Podestplätze. Er gab noch einmal richtig Gas und fuhr im Finale die schnellste Rennrunde des Teams (nur sechs Tausendstelsekunden hinter der insgesamt schnellsten Runde). Reiterberger schloss bis auf zwei Sekunden auf – und wenige Minuten vor Schluss hatte der zu diesem Zeitpunkt Drittplatzierte einen Ausflug ins Kiesbett. Damit war der Weg frei zu Rang drei und damit dem zweiten Podiumsplatz in Folge. Nach 416 Runden erreichte Reiterberger mit der #37 M RR das Ziel auf Platz drei, gerade mal 0,976 Sekunden hinter dem Zweitplatzierten.

Markus Reiterberger: „Xavi ist einen super ersten Stint gefahren. Ich habe dann in Führung liegend übernommen, konnte den Vorsprung wieder ausbauen und ebenfalls in Führung gehen. Leider ist Kenny in seinem ersten Stint gestürzt. Das war zunächst ein Rückschlag für uns alle, doch wir haben uns nicht beirren lassen und uns immer gesagt: Wir versuchen, das Beste herauszuholen. Zwölf Stunden sind zwar nicht so lang wie 24 Stunden, aber wir konnten noch etwas erreichen. Xavi ist richtig starke Rundenzeiten gefahren, und ich habe dann vor allem in meinen letzten Stint noch einmal alles reingelegt. Bei kühleren Bedingungen hat das Bike für mich super funktioniert. Ich habe richtig gepusht, und hätte das Rennen eine Runde länger gedauert, wäre auch noch Platz zwei drin gewesen. Aber wir haben es auf das Podium geschafft, das ist das Wichtigste. Wir sind in der Weltmeisterschaft immer noch vorn dabei. Und für meinen Manager und unseren Teamchef Werner war es am Ende noch ein schönes Geburtstagsgeschenk zum 50.“

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