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  • Judith Pieper-Köhler

Doppelsieg im Reich des Bullen

Reiterberger holt sich souverän beide Siege des vorletzten IDM-Laufes

Theoretisch hätte es Markus Reiterberger ruhig angehen lassen können auf dem Red Bull Ring in Spielberg, auf dem an diesem Wochenende die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft ihre vorletzte Veranstaltung der Saison 2022 gefahren ist, aber der Obinger hat alles eingesetzt und ist zweimal souverän zum Sieg gefahren. Den Meistertitel hatte der 28-Jährige bereits seit dem Besuch der IDM auf dem TT Circuit im holländischen Assen in der Tasche. Mit dem Red Bull Ring hat sich Reiti immer etwas schwer getan, ein Sieg war das deutliche Ziel für dieses Wochenende. Aber Reiterberger setzt noch einen drauf und räumt beide Hauptpreise in der österreichischen Steiermark ab.

Florian Alt (Wilbers BMW Racing) hat es Reiti nicht leicht gemacht. In einem spannenden ersten Rennen tauschten sie die Position in der ersten Rennhälfte auf den Plätzen zwei und drei hin und her. Der Argentinier Leandro Mercado führte das Rennen zu Beginn an. In der Schikane, in der letzten Runde setzte sich Markus Reiterberger vor seinen Kontrahenten Florian Alt und gewann das Rennen mit 0,477 Sekunden Vorsprung.

Das zweite Rennen startete der Bayer durch den Reverse Grid aus der Mitte des Starterfeldes von Position neun aus. Er hatte einen sehr guten Start und lag in der Schikane schon auf Position zwei, hinter Mercado. In der so-genannten Rauch-Kurve übernahm er direkt in Runde eins die Führung und blieb bis zum Zieleinlauf auch da. Alt kam nur 0,669 Sekunden nach ihm auf Platz zwei ins Ziel. Dritter wurde wie auch schon im ersten Rennen „Tati“ Mercado.

Markus Reiterberger sicherte sich und dem BCC-alpha-Van Zon-BMW Team auf dem Red Bull Ring, auf dem er sich vorher eher etwas schwer getan hatte, den Doppelsieg und fährt zuversichtlich zum Saison-Abschluss, der vom 23. bis 25. September auf dem Hockenheimring in Baden-Württemberg stattfindet.

Markus Reiterberger:

„Das war wirklich ein geiles Wochenende. Ich bin super happy, weil alles einfach perfekt gelaufen ist. Das Bike war super abgestimmt, mein Team hat problemlos funktioniert und mir alles möglich gemacht, was ich erreicht habe. Ich hab mich immer ein bisschen schwer getan mit dem Red Bull Ring, konnte im letzten Jahr nur um Platz zwei und drei mitkämpfen. In diesem Jahr war einfach alles perfekt und wir haben wirklich gutes Material. Im zweiten Rennen war ich schon ziemlich am Limit, aber es hat am Ende gereicht und Flo hat es nicht geschafft mich einzuholen, aber er war dieses Wochenende auch sehr stark. Das erste Rennen hat richtig Spaß gemacht, ich denke auch für die Zuschauer. Es haben mich hier viele Freunde und Familie unterstützt, was mich natürlich immer noch extra motiviert. Das Rennen auf dem Red Bull Ring ist aufgrund der Distanz zu meiner Heimat wie ein zweites Heimrennen und ich freu mich, dass es so gut gelaufen ist. Jetzt geht es erst einmal zum Saison-Finale der FIM Endurance Weltmeisterschaft nach Le Castellet in Frankreich, wo die 100. Bol d’Or stattfindet und danach direkt zum Saisonfinale der IDM auf den Hockenheimring. Ich hoffe, dass wir dort doppelt etwas zu feiern haben.“

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