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Weltmeister: Historischer Titelgewinn in der FIM EWC.

Judith Pieper-Köhler
vor 2 Tagen
3 Min. Lesezeit
  • Das BMW Motorrad World Endurance Team krönt sich zum Weltmeister in der FIM Endurance World Championship.

  • Erster Titel für einen europäischen Hersteller in der Geschichte der FIM EWC.

  • Poleposition und Sieg: Perfektes Wochenende für Michael van der Mark, Markus Reiterberger und Steven Odendaal beim letzten 24-Stunden-Rennen der Saison.


Le Castellet. Das BMW Motorrad World Endurance Team ist der neue Weltmeister in der


FIM Endurance World Championship (FIM EWC)! Beim abschließenden 24-Stunden-Rennen, dem prestigeträchtigen Bol d’Or in Le Castellet (FRA), holten die Fahrer Michael van der Mark (NED), Markus Reiterberger (GER) und Steven Odendaal (RSA) mit der #37 BMW M 1000 RR nicht nur den dominanten Sieg, sondern sie schrieben Geschichte: Es ist der erste Weltmeistertitel für einen europäischen Hersteller in der FIM EWC. Auch für das Team, Teamchef Werner Daemen (BEL) und die Fahrer ist es der erste Titelgewinn auf der Langstrecke.


 


Noch vor einem Jahr spielte sich an gleicher Stelle ein Drama ab: Bereits damals hatte das


BMW Motorrad World Endurance Team die Hand schon fest am Weltmeisterpokal. Doch keine halbe Stunde vor der Zieldurchfahrt machte ein technischer Defekt alle Träume zunichte. Dies motivierte jedoch alle nur noch mehr für die Saison 2026. Und wo es im vergangenen Jahr Tränen der Enttäuschung gab, flossen nun die Freudentränen.


 


In allen vier Rennen der FIM EWC 2026 zeigten Team und Fahrer, dass sie wieder ein großer Titelfavorit sind. Beim Saisonauftakt, den 24 Stunden von Le Mans (FRA), führten sie bis in die Morgenstunden, fielen dann aber aufgrund von Problemen zurück. Es folgte der umjubelte Sieg der #37 BMW M 1000 RR beim 8-Stunden-Rennen in Spa-Francorchamps (BEL). Bei der dritten Saisonstation, den Suzuka 8 Hours (JPN) gelang van der Mark, Reiterberger und Odendaal mit Rang drei das erste Podium für einen europäischen Hersteller bei dem japanischen Klassiker. Damit verkürzte das Team in der WM-Wertung seinen Rückstand auf Spitzenreiter YART (Yamaha) vor dem Finale auf 19 Punkte.


 


In Le Castellet gab es für das Team also nur ein Ziel: als Verfolger die maximale Punkteausbeute zu holen. Und das setzte es dominant um. Van der Mark, der in dieser Saison neu als Stammfahrer im Team ist und zuvor noch nie auf der französischen Strecke gefahren ist, war Schnellster in der Qualifikation. Er und Reiterberger holten, basierend auf der Kombination der besten Zeiten, die Poleposition und fünf Punkte. Die Führung nach acht und 16 Rennstunden brachte zehn weitere Zähler ein, und für den Sieg gab es noch einmal 40 Punkte. Schlüssel zum Erfolg waren das Können und der Speed der Fahrer, die perfekte Arbeit in der Box sowie die Performance, die Zuverlässigkeit und die Kraftstoffeffizienz des Motorrads. So war der Verbrauch der BMW M 1000 RR niedriger als der der Konkurrenz, wodurch das Team über die Distanz weniger Boxenstopps absolvieren musste und damit Zeit sparte.


 


Nach 24 reibungslosen Stunden überquerte Reiterberger, vom Team an der Boxenmauer frenetisch umjubelt, mit der #37 BMW M 1000 RR auf Platz eins die Ziellinie. Rivale YART beendete das Rennen auf Rang drei und war damit in der Weltmeisterschaftswertung um vier Punkte geschlagen.



Markus Reiterberger, BMW Motorrad World Endurance Team: „Endlich haben wir es geschafft. Im vergangenen Jahr hatten wir leider ein bisschen Pech, deshalb war ich im letzten Stint etwas nervös. Aber es hat endlich geklappt. Ich freue mich so für meine Teamkollegen: Sie waren unglaublich stark, wie das ganze Team. Ich kann kaum in Worte fassen, wie wir uns jetzt fühlen. Seit ich als vierjähriger Bub mit diesem Sport angefangen habe war mein einziger Traum irgendwann einmal Weltmeister zu werden. Jetzt haben wir es endlich geschafft. Ich danke allen, die mir die ganzen Jahre immer den Rücken gestärkt haben, die mich aufgefangen, unterstützt und immer wieder ermutigt haben, weiter an meinem Ziel festzuhalten, vor allem meinen Eltern, aber auch meinen Freunden, der ganzen Familie, meinen Unterstützern, Sponsoren und Helfern und allen, die ein Teil dieses Traums sind. Den Weltmeistertitel möchte ich ihnen allen, aber besonders meinen Großeltern und Waldi widmen. Danke.“

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