Emotionale Achterbahn bei den 24h Le Mans
- Judith Pieper-Köhler
- vor 1 Tag
- 2 Min. Lesezeit
Markus Reiterberger und BMW Werksteam bleibt Sieg verwehrt
Beim Saisonauftakt der FIM Endurance World Championship führt das BMW Motorrad World Endurance Team bis in die Morgenstunden, fällt aber wegen technischer Probleme zurück.
Le Mans. Der Saisonauftakt der FIM Endurance World Championship 2026 (FIM EWC) wurde für das BMW Motorrad World Endurance Team zu einer emotionalen Achterbahnfahrt. Bei den legendären 24 Stunden von Le Mans (FRA) lag das Team mit der #37 BMW M 1000 RR bis zum Morgen komfortabel an der Spitze. Technische Probleme im letzten Renndrittel warfen das BMW Werksteam jedoch zurück. Mit der Führung bei den wichtigen 8- und 16-Stunden-Marken sowie Platz zwölf in der EWC-Klasse im Ziel gab es dennoch wichtige Punkte.
Das Werkstrio auf der #37 BMW M 1000 RR, Markus Reiterberger (GER), Michael van der Mark (NED) und Steven Odendaal (RSA) war in vielversprechender Form, denn schon im zweiteiligen Qualifying trumpften sie mit nur 0,032 Sekunden Rückstand auf die Poleposition mit Position zwei auf. Von Startplatz zwei ging es in den 24-Stunden-Marathon, und Stunde um Stunde lief es ganz nach Plan. Nach acht und 16 Stunden sammelte das BMW Motorrad World Endurance Team die Zusatzpunkte für die Führung ein, und komfortabel an der Spitze des Feldes ging es in den neuen Tag. Nach verschiedenen technischen Problemen folgte eine lange Reparaturpause in der Schlussphase der 24HeuresduMans. Die Mannschaft schaffte es jedoch noch einmal auf die Strecke und konnte das Rennen beenden. Anders als geplant aber noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen, reist das BMW Motorrad World Endurance Team auf Rang sechs der Weltmeisterschaftswertung aus Le Mans ab.
Die zweite Runde der FIM EWC 2026, das Acht-Stunden-Rennen im belgischen Spa-Francorchamps, findet 6. Juni statt.
Markus Reiterberger, BMW Motorrad World Endurance Team: „Das Rennen war eigentlich gut. Wir hatten einen super Rhythmus. Alle drei Fahrer waren schnell, und die Spritstrategie war einwandfrei. Wir konnten viele, viele Runden mehr fahren als die Konkurrenz und haben dadurch die Acht- und 16-Stunden-Punkte geholt. Alle Fahrer waren gut drauf und das Team hat perfekt zusammengearbeitet. Leider ging es dann los: ein kleiner Fehler am Bike, der aber schnell behoben wurde. Dann der Crash von Michael, der kleine Folgeschäden mit sich gezogen hat, und am Ende hatten wir wieder ein Problem. Aber wir konnten es ins Ziel retten und zumindest die Punkte mitnehmen. Wir sind natürlich sehr enttäuscht, weil wir endlich Le Mans gewinnen wollten, und ich glaube, dieses Jahr hätten wir das Zeug dazu gehabt. Aber wir stecken den Kopf nicht in den Sand, wir sind immer noch dabei. Vielen Dank an das ganze Team: Sie haben alles gegeben und richtig gute Arbeit geleistet, und ich hoffe und denke, dass sie irgendwann dafür belohnt werden.“




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