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Durchwachsener Saisonauftakt der EuroMoto auf dem Sachsenring

  • Judith Pieper-Köhler
  • 10. Mai
  • 3 Min. Lesezeit
  • Reiterberger geht als Gesamt-Fünfter nach Brno


Der Saisonauftakt der neuaufgestellten EuroMoto, die ehemalige IDM (Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft) auf dem Sachsenring war mit vollen Rängen nicht nur ein erfolgreiches Wochenende für die Veranstalter der Serie. Auch Markus Reiterberger ist mit seinem Rückkehr-Wochenende in die Meisterschaft zufrieden. Nachdem er in der Vorsaison nicht bei allen Tests für die EuroMoto-Superbike Klasse dabei sein konnte, hieß es erst einmal mit dem Motorrad und den neuen Beschaffenheiten zurechtzukommen. Auch auf dem heimischen Sachsenring ist der Obinger schon viele Jahre nicht mehr selber gefahren. 


Am Freitag im Regen fuhr der 32-Jährige auf die Positionen drei im ersten Training und eins im zweiten Training. In der Superpole Pre-Practice waren die Bedingungen auf auftrocknender Strecke wieder ganz anders und es gestaltete sich schwierig. Nach einem Sturz zum Ende der Session war dem Bayern der direkte Einzug in die Superpole verwehrt. Es war nicht genügend Zeit das Motorrad wieder richtig hin zu bekommen und er musste sich mit Position acht zufriedengeben.


Superpole 1 und 2 am Samstag liefen besser und Reiterberger konnte sich endlich auf die Strecke einschießen, beendete die Sessions auf Position zwei und drei. In der Superpole 1 fuhr er eine 1’23.0 Runde, was seine bis dahin beste Rundenzeit auf dem Sachsenring war. In der Superpole 2 konnte er die Zeit mit 1’22.5 noch toppen. Für die beiden Superbike-Rennen am Sonntag sicherte sich Markus Reiterberger den dritten Startplatz und setzte sich ein Podiums-Finish für den Rennsonntag zum klaren Ziel.


Beim ersten der beiden Rennen der EuroMoto-Königsklasse, in dem Reiterberger mit dem amtierenden Deutschen Meister Lukas Tulovic, dem ehemaligen GP-Piloten Marcel Schrötter und seinem Teamkollegen Hannes Soomer um die besten Positionen fightete, landete er haarscharf auf Platz drei und konnte sich sein Podiums-Ziel für dieses Wochenende erfüllen. Leider hat das im zweiten Rennen am Sonntagnachmittag nicht geklappt. Nach einem schwierigen Start lag Reiti lange auf Position vier hinter seinem Teamkollegen Hannes Soomer. Kurz kam er an ihm vorbei und fuhr auf Position drei um den letzten Podestplatz mit. Nur einige Runden vor Zieleinlauf musste Reiterberger nach einem Wechsel der Positionen mit Kevin Orgis und Marcel Schrötter diesen wieder an seinen Teamkollegen Soomer abgeben, der das Podium nach dem erneuten Sieger Lukas Tulovic auf Ducati und Twan Smits auf Yamaha vervollständigte. Reiterberger kam als Sechster ins Ziel.


Ein durchwachsenes Wochenende geht zu Ende und Markus Reiterberger weiß, welche Hausaufgaben er und sein Team bis zum zweiten Event der EuroMoto-Saison 2026, der vom 29.05. bis 31.05.26 im tschechischen Brno stattfindet zu tun haben. 



Markus Reiterberger:


"Am Freitag im Regen war ich Zweiter und Dritter und das war in Ordnung, nachdem ich ja in der Vorsaison nicht so viel testen konnte. Auf abtrocknender Strecke lief es dann mit Position eins im zweiten Freien Training richtig gut. Die Qualifikation, also Superpole-Pre-Practice war etwas schwieriger mit dem erneut aufkommenden Regen und letztendlich hat es mich erwischt und ich bin im Kies gelandet. Auf die Schnelle haben wir das Bike auch nicht 100% wieder herstellen können und ich habe mich nur auf Position acht qualifiziert. Daher bin ich mit dem Startplatz drei aus erster Reihe echt zufrieden. Das erste Rennen war besser als ich erwartet hatte. Den Hannes (Soomer) hätte ich eher überholen sollen, aber ich bin einfach nicht vorbeigekommen, was Marcel (Schrötter) natürlich einen ganz klaren Vorteil verschafft hat. Am Ende bin ich doch an Hannes vorbei und konnte mir kurz vor Zieleinlauf Platz drei sichern. Aber gegen die Ducati von Lukas (Tulovic) kommt aktuell keiner ran. Das hat man dann auch im zweiten Rennen deutlich sehen können. Natürlich bin ich mit Platz sechs im zweiten Rennen nicht unbedingt glücklich. Wir haben bei dem zweiten Lauf einen anderen Vorderreifen als meine Mitstreiter verwendet und haben auch das Setting daran angepasst, wodurch ich ab Mitte des Rennens Probleme hatte. Das Problem müssen wir jetzt auswerten und daran arbeiten, dass wir ab dem nächsten Lauf wieder mit ums Podium kämpfen können."


 

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