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Assen – EuroMoto Bericht Wochenende

  • Judith Pieper-Köhler
  • vor 7 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Emotionale Berg- und Talfahrt in Assen


Es war ein emotional durchwachsenes Wochenende auf der Traditions-Rennstrecke im niederländischen Assen für Markus Reiterberger. Nach einem super erfolgreichen Trainings-Freitag, den er am heißesten Tag des Wochenendes in FP1 und FP2 auf der ersten Position beendete, gab es am Samstagmorgen Regen. Das FP3 lief auch bei nassen Bedingungen ausgezeichnet. Zum Qualifying klärte der Himmel wieder auf und die abtrocknende Rennstrecke lieferte keine optimalen Bedingungen. Ein vierter Startplatz musste dem Obinger reichen. 


Ins erste Rennen hatte Reiti keinen so guten Start, den er aber schnell wieder ausbessern konnte und auf die Führungsgruppe aufholte. Das Einklappen des Vorderrades in der letzten Schikane hat ihm den letzten Podiumsplatz – Platz drei - eingebracht. Das zweite Rennen verlief nicht so glücklich. Nach einem schlechten Start und einer Aufholjagd schaffte es Reiterberger in der ersten Runde noch am amtierenden Meister Lukas Tulovic vorbei zu gehen. Als er sich an Twan Smits, der auf dem Weg zu seinem zweiten Sieg war heran gearbeitet hatte kam Lukas Tulovic wieder von hinten und machte dem 32-Jährigen Druck. Fast wäre er Smits ins Heck gefahren. Um das zu vermeiden wich Reiti in die Auslaufzone aus, was ihm später noch eine Long-Lap-Penalty einbrachte. Als er diese ein wenig emotionsgeladen antrat, blieb ihm nur ein erneutes Ausweichen, diesmal ins Kiesbett. Ein siebter Platz war dann alles, was noch möglich war für Markus Reiterberger. 


Nach perfekter Zusammenarbeit und Leistung des gesamten Masteroil Alpha Van Zon BMW Teams geht es in drei Wochen, vom 4.09. bis 6.09. auf EuroMoto-Gesamtplatz vier von der „Cathedrale of Speed“ in die „Grüne Holle“, den Nürburgring. Tickets und Infos zur Veranstaltung finden Sie unter: https://euromoto.racing



Markus Reiterberger:

„Ich glaube der Trainingsfreitag an diesem Wochenende war der beste der ganzen Saison. FP1 und FP2 habe ich auf Platz eins beendet. Wir hatten einen richtig guten Start in den Event und sind auch bei diesen heißen Temperaturen gute Zeiten gefahren. Es lief alles gut, wir haben noch was am Bike gefunden, was wir adaptieren konnten. Es war noch nicht 100% super, aber auf das Podium hinarbeiten war ganz klar unser Ziel. Da ich die Strecke in Assen einfach liebe, hat sich alles super angefühlt. Am Samstag war es dann überraschend nass im FP3, aber ich bin unter den Bedingungen richtig gut klargekommen. Auch das Qualifying, das dann wieder im Trockenen stattfand, lief gut. Während des ersten Stints war ich richtig weit vorn. Mit dem zweiten Satz Reifen habe ich mich auch noch einmal verbessert, bin dann aber auf Platz vier abgerutscht. Das Ziel der ersten Startreihe haben wir knapp verfehlt. In das erste Rennen hatte ich keinen so guten Start, konnte aber schnell aufholen. Ich bin an Tulo (Lukas Tulovic) vorbei gegangen und konnte an Twan (Smits) drangeblieben. In der letzten Schikane ist mir komplett das Vorderrad eingeklappt. Glücklicherweise konnte ich es noch retten, habe dadurch aber den Anschluss an die Spitze verloren. Ich bin dann letztendlich als Dritter ins Ziel gekommen. Ins zweite Rennen hatte ich einen guten Start und bin in der ersten Runde direkt an Tulo (Lukas Tulovic) vorbei. Ein paar Runden lang konnte ich an Twan  Smits dranbleiben. Als ich gesehen habe, dass Tulo (Lukas Tulovic) näherkommt und Druck auf mich macht, bin ich Twan (Smits) in der Gegengerade fast drauf gefahren und in die Auslaufzone ausgewichen. Nach ein paar Runden in denen ich Zeit aufholen konnte, habe ich für den Vorfall eine Long-Lap-Penalty bekommen. Mit Wut im Bauch bin ich etwas zu schnell in die Long-Lap-Penalty reingefahren und musste ins Kiesbett ausweichen. Sicher hätte ich um einiges besser als auf Platz sieben ins Ziel kommen können, aber Regeln sind Regeln und das muss man dann auch akzeptieren, auch wenn ich es nicht verstehe. Was ich Positives aus Assen mitnehme ist die super Zusammenarbeit mit meinem Team und unsere super Leistung an diesem Wochenende. Wir sind brutal schnell und haben einen wirklich guten Job gemacht.“


 

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