MARKUS REITERBERGER

- SEIN WERDEGANG -

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STK1000 EUROPAMEISTER
2018
IDM SUPERBIKE CHAMPION
2013 | 2015 | 2017
Geboren am 9. März 1994
in Trostberg, Bayern

Foto: Kamsche Fotografie

IDM Superbike – der Rookie sichert sich den Titel

 

Mit der internationalen Erfahrung aus der STK1000, kehrte Markus 2013 in die IDM zurück. Im Team von Werner Daemen – selbst ein erfahrener Rennfahrer – sollte sich der junge „Reiti“ erst einmal ganz ohne Druck auf dem BMW-Superbike zurecht finden. Das ging allerdings schneller als erwartet, denn bei seinem ersten IDM-Lauf auf der über 200-PS-starken Superbike-Maschine vom Team Van Zon-Remeha-BMW schnappte er sich die Pole Position und versetzte seine internationale Konkurrenz in einen Schock. Beim zweiten Rennlauf im belgischen Zolder fuhr er dann erst den neuen Rundenrekord und anschließend auch gleich den ersten Sieg ein. Am Ende der Saison hieß der neue und zugleich jüngste internationale deutsche Superbike-Meister: Markus Reiterberger. 

 

2014 rüstete die Konkurrenz mit Werksmaterial auf und verwies Markus „nur“ auf den dritten Rang in der Gesamtwertung. 2015 gewann Markus zwölf der 16 Rennen und musste sich viermal mit Platz zwei geschlagen geben. Die schlechteste Saisonleistung war ein dritter Platz in einem Qualifying. Markus dominierte die IDM, kontrollierte die international hochkarätige Konkurrenz und hatte großen Anteil am gesteigerten Medieninteresse für den deutschen Motorradrennsport.

Sowohl 2013, als auch 2014 unternahm Markus mit dem Team Van Zon-Remeha-BMW Wildcard-Einsätze in der Superbike-Weltmeisterschaft. 

 

Zusätzlich nahm er für das Team Penz13 im Jahr 2014 und 2015 an der Langstrecken-Weltmeisterschaft teil. In Oschersleben stellte die Mannschaft um Reiti die Superstock S1000 RR zum ersten mal in der Geschichte auf die Pole Position – vor die etablierten Werksmannschaften der EWC-Klasse.

 

Zusammen mit Manager Werner Daemen und BMW Motorrad, die das Potential des damals 21-jährigen erkannten, stieg Markus 2016 in die Superbike-Weltmeisterschaft auf. Er erhielt einen Vertrag über zwei Jahre im Team Althea BMW Racing in der WorldSBK.

 

WorldSBK – Lehrjahre sind keine Herrenjahre

 

Nachdem Markus in der IDM alles erreicht und zusammen mit Werner Daemen und BMW Motorrad den Aufstieg in die Superbike-Weltmeisterschaft geschafft hat, stand er vor seiner nächsten großen Herausforderung. Die Erwartungen an den jungen deutschen Überflieger waren groß - seine eigenen standen da sicher vorn an. Der langjährige Traum, in der WorldSBK an den Start zu gehen, wurde Wirklichkeit. 

Bei seinem ersten Test auf dem neuen Motorrad im Frühjahr 2016 beeindruckte Markus Reiterberger mit einem neuen Rundenrekord. Gleich bei seinem ersten Rennen – dem Saisonauftakt in Australien auf Philipp-Island – verblüffte er mit einem sicher geglaubten Top-Ten Ergebnis. Ein kapitaler Reifenschaden in der letzten Kurve, der letzten Rennrunde verhinderte dies aber. Erst im zweiten Lauf wurde ihm sein Erfolg mit einem P8 gegönnt.

Gleich beim zweiten Saisonevent kam die Sensation. Markus belegt, auf der für ihn vorher unbekannten Rennstrecke in Buriram/Thailand, den fünften Platz und ist gleichzeitig bester BMW-Pilot. Einige Wochen später lag er in Sepang/Malaysia, kurz vor Ende des ersten Rennens, auf einem sicheren vierten Platz, als ihn ein elektronischer Defekt zur Aufgabe zwingt. Bis zu diesem Zeitpunkt ist Reiti regelmäßig in den Top-Ten, überrascht in den freien Trainings mit sehr guten Leistungen und lässt seine etablierten Konkurrenten staunen.

 

Rückschlag – Folgenschwerer Sturz in Misano

 

Auch beim achten Lauf der WorldSBK-Saison 2016 in Misano/Italien beeindruckte der junge Bayer. Markus qualifizierte sich auf Rang zwei für die Superpole. Im ersten Rennen belegt er Platz sechs. Die Hoffnung auf eine Steigerung im zweiten Lauf war groß. In der ersten Runde des zweiten Rennens bremst Markus den ehemaligen MotoGP-Weltmeister Nicky Hayden aus und versucht näher an Ducati-Werksfahrer Chaz Davies heran zu kommen. Bei diesem Versuch berührten sich die Althea-BMW und das Ducati-Werksmotorrad und Markus wurde per Highsider spektakulär in die Luft geschossen. Der harte Aufprall verursachte einen Kompressionsbruch zweier Brustwirbel. Glücklicherweise verheilte die Verletzung ohne Folgeschäden und Markus konnte nach einer dreimonatigen Rehabilitationspause zum Heimrennen auf dem Lausitzring auf die Rennstrecke zurückkehren.

Im letzten Teil der Saison wurde die Situation komplexer. Markus und sein Team konnten nicht mehr an die guten Leistungen der ersten Saisonhälfte anknüpfen. Schlechte Wetterverhältnisse, technische Probleme und das fehlende Gefühl für das Motorrad waren nur einige der Gründe, weshalb Markus seine erste permanente WorldSBK-Saison nicht mit einem positiven Highlight abschließen konnte. Markus Reiterberger belegte nach 26 Rennen den 16. Gesamtrang der Superbike-Weltmeisterschaft.

 

Mit strukturellen Veränderungen im Althea-BMW-Racing-Team und einer noch professionelleren Vorbereitung auf die Saison, startete Markus 2017 wieder für Althea und BMW Motorrad Motorsport im weltweit höchsten FIM-Prädikat des seriennahen Motorradrennsports – der FIM Superbike World Championship. Leider musste Markus nach drei Rennen der WorldSBK-Saison erkennen, dass ein positiver Entwicklungstrend nicht abzusehen war. Er entschloss sich, aus der Weltmeisterschaft auszusteigen und zusammen mit seinem Manager Werner Daemen wieder Kraft in der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft zu sammeln.

 

Starke Entscheidung – Neustart in der IDM

 

Es galt so viele Rennkilometer wie möglich zu sammeln, um so wieder Vertrauen zum Motorrad zu finden und einen neuen Anlauf für einen konkurrenzfähigen WorldSBK-Einstieg zu finden. Neben der IDM startete Markus auch in der Langstreckenweltmeisterschaft (EWC) für das Team LRP Poland. Die Saison 2017 sollte eine besondere werden.

Reiterberger sicherte sich in der IDM alle Pole Positions und gewann überlegen 13 der 14 Superbike-Rennen.

 

Der Saisonhöhepunkt des Jahres 2017 spielte sich in der Lausitz ab. Die WorldSBK war zu Gast in Deutschland, und die IDM nahm als Rahmenprogramm an der Veranstaltung teil. Reiterberger und sein Van Zon-Remeha-BMW Team bestritten das Rennwochenende als Doppelstarter: mit einer Wildcard in der Weltmeisterschaft und einem eigens dafür aufgebauten Superbike und die beiden Rennen der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft.

Im WorldSBK-Feld fuhr Reiterberger im ersten Rennen des Wochenendes auf Position 13, im zweiten Lauf auf Position 9 – in Schlagdistanz mit der Weltelite, nur 2 Sekunden hinter Tom Sykes, der auf Position vier ins Ziel kam. 

Die beiden IDM-Rennen gewann Markus überlegen und so sicherte sich der damals 23-Jährige seinen dritten IDM-Superbike-Titel stilecht im Rahmen des WorldSBK-Laufes. 

 

Zum Ende der Saison stand fest – Markus Reiterberger muss aufsteigen. Mit dem Ziel in die Weltmeisterschaft zurückzukehren, sollte ein Zwischenschritt eingelegt werden: die Superstock 1000 Europameisterschaft, die im Rahmen der WorldSBK ausgetragen wurde. Um die ersten Erfahrungen in der hart umkämpften Meisterschaft zu sammeln, entschied man sich zu einem Wildcard-Einsatz beim Saisonfinale 2017, in Jerez/Spanien. Reiterberger deklassierte die internationale Konkurrenz mit der Pole Position, der schnellsten Rennrunde und dem Sieg und schaffte sich so eine gute Ausgangsbasis für die kommende Saison 2018.

 

Intermediate Step – FIM Superstock 1000 European Championship 

 

Das neu strukturierte Team alpha Racing-Van Zon-BMW, unter der Leitung von Werner Daemen, startete in der Superstock 1000 Europameisterschaft. Markus Reiterberger bekam die Chance, seine Performance auf internationaler Ebene zu beweisen.

Über die Saison nahmen 33 Piloten an der Superstock-1000-Europameisterschaft teil. Reiterberger beendete die Saison mit 156 Punkten und 14 Punkten Vorsprung auf den Zweitplatzierten Roberto Tamburini (BMW). Der 24-jährige Bayer stand in acht Rennen sechsmal auf dem Podium. Vier Siege und fünf Pole Positions sind die glänzende Ausbeute in der finalen Saison der FIM-Superstock 1000-Europameisterschaft. Während der acht Rennveranstaltungen stellte Markus Reiterberger mit seiner BMW S1000 RR zwölf neue Rekorde auf. Der Bayer belegt Platz 1 mit 54 Führungsrunden vor Maximilian Scheib. 

Es ist bereits der vierte internationale Titel von Markus Reiterberger zusammen mit dem Team alpha Racing-Van Zon-BMW von Teamchef Werner Daemen. Seit 2012 belegte das in Belgien stationierte Team den siebten internationalen Titel. 

 

2019 – BMW Motorrad WorldSBK Team

 

Mit der neuen BMW S1000 RR (K67) kehrt Markus Reiterberger wieder in die FIM Superbike-Weltmeisterschaft zurück. Im Team von Shaun Muir (BMW Motorrad WorldSBK Team) geht „Reiti“ neben seinem neuen Teamkollegen Tom Sykes (GBR), dem ehemaligen Superbike-Weltmeister von 2013, erneut in der höchsten Klasse des seriennahen Motorradrennsports an den Start.

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