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  • Judith Pieper-Köhler

Gemischte Gefühle in Spielberg, Österreich

Am vergangenen Wochenende war die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft zu Gast auf dem Red Bull Ring in der wunderschönen Gegend der österreichischen Steiermark. Auch Reiti und das BCC Racing Team rund um Team Manager Andy Gerlich waren an der Seite des 27-Jährigen vor Ort. Dieses Mal hatte der Obinger eine neue BMW M 1000 RR zur Verfügung, die an den Trainingstagen auf die schwierigen Voraussetzungen der Rennstrecke mit harten Bremspunkten und engen Kurven angepasst wurde.

Mit unvorhersehbaren Wetterbedingungen und einem starken Kontrahenten in Form von Florian Alt, schaffte es Markus Reiterberger sich auf den zweiten Startplatz für das erste Rennen am Sonntag zu qualifizieren. Kurz nach Rennbeginn setzte Nieselregen ein, der die Strecke in eine schmierige Seifenbahn verwandelte. Alle Fahrer waren auf Slick-Reifen unterwegs, was die Partie zur Rutschpartie für Reiti werden ließ. Trotzdem schaffte es Reiterberger mit einem zweiten Platz erneut aufs Podium.

Das zweite Rennen begann mit einem großen Schrecken für den Bayer. Die Elektronik seiner BMW M 1000 RR ließ ihn im Stich und die Maschine ging auf der Startaufstellung aus. Glücklicherweise ist nichts passiert und nach den Anlaufschwierigkeiten startete Reiterberger seine Aufholjagd mit klarem Fokus auf die Top fünf. Durch einen Verbremser verlor Reiti diesen Kampf aber und musste sich am Ende mit dem 15. Platz und damit dem letzten Punkt, den es in der Meisterschaftswertung für das zweite Rennen zu holen gab, zufrieden geben.

Für Reiterberger geht es direkt vom Red Bull Ring in Spielberg, Österreich auf den Paul Richard Circuit nach Le Castellet in Frankreich, wo er und das BMW Motorrad World Endurance Team in Vorbereitung auf das 24-Stunden-Rennen in zwei Wochen einen zweitägigen Test absolvieren.

Die IDM findet sich vom 24. - 26. September auf dem Hockenheimring zum Saison-Finale wieder zusammen. Infos zur Serie finden Sie hier www.idm.de

Markus Reiterberger:

"Am Freitag haben wir das erste Mal mit der neuen BMW M 1000 RR gearbeitet und sie auf die Strecke eingestellt. Die Strecke hat ein paar wirklich harte Bremszonen, was für uns sehr schwierig ist. Allgemein ist die Strecke super, passt auch super zur MotoGP, ist aber schwierig für uns. Wir waren dennoch immer vorn in den Top drei dabei. Leider war ich immer nur Zweiter hinter Florian Alt, aber er und sein Team haben wirklich auch einen super Job gemacht dieses Wochenende. Das muss man ganz ehrlich zugeben. Im Qualifying war ich mit meinem zweiten Startplatz nicht so weit vom ersten Startplatz entfernt und wir konnten einen guten Schritt machen. Im zweiten Training hatten wir leider nicht so viel Zeit alle Möglichkeiten durchzuprobieren. Am Rennsonntag waren die Wetterverhältnisse unvorhersehbar. Ich hatte im ersten Rennen einen super Start und war gleich Erster. Dann fing es zu tröpfeln an und ich bin auf der schmierigen Strecke ordentlich weg gerutscht und hab ein paar Positionen verloren. Wir sind alle einige Runden im Nieselregen auf den Slicks gefahren. Ein paar Runden hab ich mich dann lieber etwas zurück genommen, bin aber trotzdem in den Top 5 geblieben. Nachdem der Nieselregen aufgehört hatte, haben meine Kontrahenten gleich ordentlich aufgedreht und konnten sich auf die ersten Positionen durchsetzen. Ich hab ein bisschen gebraucht, bis ich durch den Verkehr durch war. Die entstandene Lücke hab ich nur schwer zu fahren können. Dabei hab ich meine Reifen wahrscheinlich ein bisschen zu stark strapaziert. Ich bin an diesem Wochenende die schnellste Rennrunde gefahren. Das erste Rennen konnte ich ganz knapp auf dem zweiten Platz beenden. Für das zweite Rennen haben wir nochmal ein bisschen was am Bike umgebaut, speziell an der Elektronik. Leider lief das nicht so gut und am Start war das Gas weg. Dadurch bin ich stehen geblieben, weil ich neu starten musste. Da hab ich wirklich Glück gehabt, dass nix passiert ist. Ich hab dann richtig gut aufholen können, hab mich aber leider verbremst und bin nochmal ins Kies. Ziel war es dann zumindest die Top fünf zu erreichen. Nach einem weiteren Elektronik-Problem bin ich dann leider nur als 15. ins Ziel gekommen. Das ist sehr enttäuschend, sowohl für mich, als auch das ganze Team. Wir müssen aber trotzdem versuchen das Positive mitzunehmen. Für Hockenheim müssen wir uns wieder neu aufstellen. Mein Team hat dieses Wochenende wirklich gute Arbeit geleistet und dafür bin ich sehr dankbar."

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