Positiver Trend am zweiten Testtag

 

Ein deutsches Sprichwort besagt, dass man über Geduld zu Stärke gelangt und so hieß es für Markus Reiterberger, der am Mittwoch und Donnerstag die BMW S1000RR auf der Rennstrecke in Jerez de la Frontera, Spanien testete, sich auch weiterhin in Geduld zu üben.

 

Der erste Tag in der neuen Schule ist immer ein schwieriger. Aber die Situation war für alle Fahrer, die in den letzten beiden Tagen ihr neues Arbeitsgerät für die Saison 2019 kennenlernen durften, dieselbe. Die Voraussetzungen auf der Rennstrecke waren zudem nicht optimal. Eine stark verschmutzte Fahrbahn brachte so einige Probleme mit sich, vor allem der fehlende Grip half nicht unbedingt dabei ein gutes Gefühl für das Motorrad zu finden.

 

Am zweiten Tag ging es schon besser voran. Eine Vielzahl an Tests an der BMW S1000RR, wie zum Beispiel an einer neuen Hinterradschwinge, verschiedenen Federelementen, der Elektronik, den Bremsen und dem Fahrwerk, um nur einige zu nennen, konnten absolviert werden und brachten dem 24-Jährigen Obinger durch die Optimierung von Lenker- und Sitzposition ein besseres Gefühl für das Motorrad.

 

Die Rundenzeiten lagen in den unteren 1:41er Zeiten. Trotz alledem ist der Abstand zu den führenden Fahrern noch zu groß und es bedarf weiteren Tests, um auf den Verbesserungen von Tag zwei weiter aufbauen zu können. Die Fortschritte sind eindeutig spürbar gewesen und das gesamte BMW Motorrad WorldSBK Team hat sich sehr bemüht, am Ende noch 1,2 Sekunden aufzuholen und alles möglich zu machen, um Markus Reiterberger bei der Eingewöhnung zu unterstützen.

 

Den positiven Trend von Tag zwei können Reiterberger und das BMW Motorrad WorldSBK Team hoffentlich zum nächsten Test, der am 27. und 28. Januar in Portimao, Portugal stattfindet, mitnehmen.

Test Jerez 2019

Preseason Test Jerez de la Frontera 2019 – ©Matteo Cadavini, BMW

Markus Reiterberger #28: „Das war ein schwieriger erster Test. Ich hatte kein gutes Gefühl mit dem Bike, auch durch den brutal schlechten Grip auf der Rennstrecke. Wir haben ständig neue Reifen gebraucht. Trotzdem konnten wir sehr viel ausprobieren und am Tag zwei ging es dann auch schon etwas besser voran. Mein Teamkollege Tom Sykes ist jetzt schon ziemlich schnell und ich muss versuchen die Lücke aufzuholen. Allerdings darf ich meine Erwartungen nicht zu hoch schrauben und mich nicht zu sehr verkrampfen. Was auf der Testliste stand, haben wir alles geschafft und die Ergebnisse waren ganz positiv. Alles andere muss sich erst noch einspielen. Wir hatten zudem noch einen Personalwechsel im Team. Mit Pete Benson* habe ich einen neuen Crewchief bekommen und neben meinem bekannten Mechaniker Wolfgang Kampe auch noch einen zweiten neuen Mechaniker. Bevor es zum nächsten Test geht, setzen wir uns noch einmal zusammen und werten alles weiter aus. Dann geht es nach Portimao, wo am 28. Januar auch die Teampräsentation meines Teams stattfinden wird.“

 

*Pete Benson kommt aus der MotoGP und hat zuletzt im Marc VDS Team gearbeitet. Er war 2006 auch an der Seite von Nicky Hayden, als dieser MotoGP-Weltmeister wurde.