Die Entscheidung in der Titelvergabe der Superstock 1000 Europameisterschaft wird auf das Saisonfinale in Magny-Cours vertagt. In der vorletzten Runde der Saison ging es für den Meisterschaftsführenden Markus Reiterberger, vom alpha Racing-Van Zon-BMW Team, auf die anspruchsvollste Strecke des WorldSBK Kalenders – nach Portimão (Portugal). Mit dem dritten Rang sicherte er sich eine komfortable Ausgangssituation für das Grande-Finale der seriennahen Europameisterschaft in zwei Wochen.

Free Practice 1+2

Auch wenn Markus Reiterberger das erste freie Training mit einer Rundenzeit von 1´45.298 min auf dem ersten Gesamtrang beenden konnte, war der Bayer mit der Basisabstimmung seiner S 1000 RR noch nicht zufrieden. Der 24-jährige sah sowohl an seinem Gefühl für das Vorderrad, als auch in der Abstimmung der Gesamtgeometrie noch Potential. Besonders die gestiegenen Asphalttemperaturen im zweiten freien Training, verschlechterten das Gripverhältnis und erschwerten eine Verbesserung der Rundenzeit erheblich.

FP1+2 Combined Results

P1 Markus Reiterberger 1´45.298 min (-0.244)

Free Practice 3

Die letzte Session vor dem bedeutenden Qualifying war für den alpha Racing-Van Zon-BMW Piloten ein hartes Stück Arbeit. Reiterberger verbesserte seine Rundenzeit auf 1´44.736 min und lag zum Ende der Session mit nur 0.114 Sekunden Abstand hinter dem Schnellsten des Klassements auf dem dritten Rang.

Qualifying Practice

Mit einer technischen Änderung gelang es Reiterberger zu Beginn des Qualifyings, sich direkt an der Spitze des Feldes zu etablieren. Seine Bestzeit wurde zwar von Federico Sandi auf Ducati unterboten, dennoch bestätigte Reiti mit 1´44.0 min seinen zweiten Startplatz für das Rennen, noch vor seinen Titelkonkurrenten Roberto Tamburini und Maximilian Scheib.

Qualifying Result

P2 Markus Reiterberger 1´44.017 min (+0.116)

 

STK1000 Rennen

Für den alpha Racing-Van Zon-BMW Piloten ging es bereits am Sonntagmittag in das auf 14 Runden angesetzte Rennen. Reiterberger, der von der zweiten Position startete, übernahm bereits vor der ersten Kurve die Führungsrolle. Es gelang ihm aber nicht einen Abstand zu seinen Verfolgern herauszufahren. Federico Sandi blieb ihm dicht auf den Fersen, konnte aus dem Windschatten heraus attackieren und übernahm die Führung. Reiterberger sah sich anschliessend auf Position zwei von Markenkollege Roberto Tamburini unter Druck gesetzt. Dem Italiener gelang es in der dritten Runde an Reiterberger vorbei zu gehen. Bereits in dieser frühen Phase des Rennens konnte Reiterberger seine gewünschte Ideallinie nicht halten und verlor besonders im Kurvenausgang wertvolle Zeit auf seine Konkurrenten. Auch Yamaha-Werkspilot Florian Marino schloss die Lücke zu Reiterberger und ging am 24-jährigen Bayer vorbei. Mit hohem Risiko kämpfte sich der Meisterschaftsführende zurück und konnte Marino zwei Runden vor Ende des Rennens erfolgreich aus dem Windschatten attackieren. Reiti verteidigte diesen Konter bis ins Ziel und fuhr mit dem dritten Platz auf dem Autódromo Internacional do Algarve wichtige Punkte im Kampf um die Meisterschaft ein. 

Die Titelvergabe in der Superstock 1000 Europameisterschaft entscheidet sich in knapp zwei Wochen im französischen Magny-Cours zwischen alpha Racing-Van Zon-BMW Pilot Markus Reiterberger (140 Punkte), Markenkollege Roberto Tamburini (122 Punkte) und Maximilian Scheib (121 Punkte) auf Aprilia. Es verspricht ein spannendes Rennwochenende zu werden, bei dem  sich keiner der Kontrahenten Fehler erlauben darf.

Final Round STK 1000 European Championship

France | Magny Cours | 28.-30. September 2018

 

Markus Reiterberger:

„Das war kein Spaziergang. Portimão ist eine spezielle Strecke auf der wir die Anderen auf Distanz halten mussten. In den freien Trainings hatte ich noch kein gutes Gefühl für das Motorrad, das sich aber am Samstag im Qualifying verbessert hat. Wie sich gezeigt hat, konnten wir den Speed mit der technischen Anpassung aber nicht über die Renndistanz bringen. Ich musste deshalb ein kluges Rennen fahren. Vor allem ab Rennmitte habe ich die Position nur noch gerettet. Mit viel Risiko bin ich dann noch auf Platz drei vorgefahren und am Ende haben wir wertvolle Punkte für die Meisterschaft gesammelt. Das war ein schwieriges Rennwochenende, aber wir haben immer noch eine gute Ausgangsposition für das Saisonfinale in Magny-Cours.”

Werner Daemen | Team Manager:

„Portimão ist eine anspruchsvolle Strecke auf der wir einen Kompromiss in unserer Abstimmung eingehen mussten. Im Rennen konnten wir leider nicht um den Sieg fahren, aber mit dem dritten Rang für Markus sind wir zufrieden. Wir konzentrieren uns jetzt voll auf das letzte Rennen in Magny-Cours und setzen alles daran den Titel zu holen.“