Reiterberger unterstützt das Kooperationsprojekt zwischen seinem IDM Team Van Zon-Remeha-BMW und dem polnischen Team LRP Poland in der Langstrecken Weltmeisterschaft (EWC). Überzeugender Einsatz des IDM Piloten beim deutschen Lauf der EWC in Oschersleben am vergangenen Wochenende. Team LRP Poland mit emotionaler Achterbahn und frühem Ausscheiden in Folge eines spektakulären Unfalls von Teamkollege Lukas Trautmann.

Zur Erinnerung – 2014 startete Markus für das Langstrecken Team von Rico Penzkofer. Damals war Markus mit seiner Bestzeit maßgeblich daran beteiligt, dass zum bisher einzigen Mal ein Stocksport Motorrad auf der Pole Position bei einem Langstrecken WM Rennen stand, vor all den technisch überlegenen EWC Motorrädern.

Auch in diesem Jahr konnte Markus glänzen. Er fuhr die Tagesbestzeit am Donnerstag, erreichte zusammen mit seinen Teamkollegen den dritten Startplatz im Qualifying und konnte sogar die ersten Führungskilometer während des Rennens für das Team LRP Poland fahren. All das mit einer BMW S 1000 RR Modeljahr 2013 (!), das mit einem Serienmotor in der höchsten Klasse (EWC Reglement) an den Start ging.

Im Freien Training markierte Markus die Bestzeit mit 1.26,931 min und im Qualifying (Reiti 1.27,169 min) erreichte die Mannschaft Reiterberger/Trautmann/Vincon den guten dritten Startplatz. Markus übernahm am Samstag, der WM Lauf über acht Stunden startete um 14 Uhr, die erste Session des Rennens.

Gestartet wurde, wie in der Langstrecke üblich, mit einem Le-Mans-Start. Startpilot Reiterberger kämpfte sich direkt hinter das amtierenden Weltmeister Team S.E.R.T. auf Platz zwei und übernahm nach einem sehr frühen Sturz des Franzosen Vincent Philippe die Führung für das LRP Poland Team. Nach knapp einer Stunde erfolgte der erste planmäßige Boxenstopp. Markus übergab auf vierter Position an Teamkollege Lukas Trautmann. Leider war die Begeisterung über den guten Verlauf des ersten Stints nur von kurzer Dauer. Lukas rutschte nur wenige Runden nach dem Boxenstopp über das Vorderrad und die LRP BMW überschlug sich mehrfach spektakulär im Kiesbett. Trautmann blieb bei diesem Sturz körperlich unverletzt, aber die Hoffnungen auf ein erfolgreiches Rennen war für die ambitionierte polnische Mannschaft um Bartłomiej Lewandowski dahin. Rennende für die Startnummer 90 nach etwas mehr als einer Stunde Renndauer.

 

Zitat Markus Reiterberger:

„Ich bin natürlich enttäuscht, dass wir im Rennen so früh aufgeben mussten. Das Motorrad war nach dem Sturz von Lukas zu stark beschädigt. Das Team LRP Poland hat so hart gearbeitet und mit unseren Leistungen im freien Training und Qualifying waren wir auf einem guten Weg. Ich bin überrascht wie stark die 2013er BMW im Vergleich mit den aktuellen Motorrädern noch ist. Wir sind ja mit einem Serienmotor gefahren – das war schon ein Risiko gegen die aktuellen Werksmaschinen. Leider hatte ich im Rennen einige heikle Momente, weil der Hinterreifen zum Teil sehr gerutscht ist. Der Luftdruck war etwas zu hoch wie sich im Nachhinein herausgestellt hat. Deswegen habe ich etwas Gas rausgenommen um kein Risiko einzugehen. Ich denke, ein Top-3 Ergebnis wäre vielleicht drin gewesen. Das Team hätte in jedem Fall das Podium verdient. Sie haben einen tollen Job gemacht. Die Langstrecken WM ist auf Jeden Fall ein besonderes Highlight und ich freue mich auf das nächste Mal.“