Buriram | Thailand | Chang International Circuit | 11.03.2017

Keine Verbesserungen in der Superpole2 bringt Startplatz 12 für beide Rennen.

Die Zeitenjagd in der 15-minütigen Superpole Session musste ohne Qualifier Reifen stattfinden, da der Thailändische Zoll die Pirelli Lieferung nicht rechtzeitig freigab. Die Teams bekamen allerdings einen zusätzlichen weichen Hinterreifen zur Verfügung gestellt. Markus ging mit dem Setting aus den freien Trainings in die wichtige Superpole, konnte mit seiner BMW aber nicht an der Performance seiner Konkurrenten dran bleiben. Während die Wettbewerber im Vergleich zu den freien Trainings noch einmal nachlegen konnten, musste Reiti das beste aus seiner Einsatzmaschine machen. In den entscheidenden letzten Minuten konnte er seine Rundenzeiten noch einmal steigern, blieb mit 1’34.807 min jedoch auf P12. Somit ging es für den 23-jährigen Bayer aus Reihe 4 in die beiden Superbike WM Rennen.

Superpole2 | P12 | 1´43,807 min | +1,850 sec | Top speed 305,1 km/h

Optimalen Rennverlauf schon zu Beginn des Rennens vergeben. P14  für Reiterberger.

Chang International Circuit – 4,554 km – 12 Kurven – 35°C Lufttemperatur – 46°C Streckentemperatur. Die Bedingungen für den ersten Rennlauf waren heiß, herausfordernd, aber konstant. Markus hat aus dem vergangen Jahr sehr positive Erfahrungen in Thailand machen können. Mit Platz 5 und Platz 7 feierte er einen hervorragenden Einstand in der WorldSBK 2016. Es galt also, den ernüchternden Verlauf des bisherigen Wochenendes mit einem guten Rennen über 20 Runden wieder einen Aufwärtstrend zu geben.

Direkt nach dem Start des Rennens wurde Markus von Position 12 nach kurzem Sprint zur ersten Kurve von den Konkurrenten eingeklemmt, musste sogar eine weite Linie fahren um eine Kollision mit Krummenacher zu vermeiden, sodass er nicht optimal auf die erste Gerade gehen konnte und dadurch erste Plätze verlor. Aus der ersten Runde kam er auf Position 15 zurück. Nachdem Bradl und Ramos auch vorbeiziehen konnten, fand sich Markus sogar auf Rang 17 wieder. Mit zunehmender Renndauer fand er stetig zu seinem Rhythmus und wusste das Motorrad besser einzuschätzen. Erst konnte er am ehemaligen MotoGP Piloten Alex De Angelis vorbei gehen und wenig später in Runde 10 auch an Roman Ramos. Mit einem leichten Abstand konnte Markus nun zum ersten mal innerhalb des Rennens ohne direkte Zweikämpfe Jagd auf die Fahrer vor sich machen. Insbesondere in den harten Bremsphasen konnte Reiti zu seinen Vordermännern aufschließen. Mit einer Belastung von über 1,4 G bremsen die Piloten in Thailand von über 300 km/h auf knapp 70 km/h ab. Mit einem Rückstand von 2,6 Sekunden arbeitet er sich an Krummenacher und Savadori heran. Er konnte den Abstand Runde für Runde verkleinern und 2 Runden vor Ende des Rennens um Position 13 kämpfen. Reiti schnappte sich erst den Italiener Savadori auf der Bremse und bereitete das Überholmanöver an Krummenacher vor. Beim Angriff auf Krummenacher kam es fast wieder zu einer Kollision, die Markus nur durch ein Ausweichmanöver  vermeiden konnte – dabei ging Savadori an beiden vorbei. Reiterberger konnte den entstandenen Rückstand bis zum Zielstrich nicht wett machen und beendete das Rennen, aufgrund des Ausfalls von Laverty in der letzten Runde, auf Position 14 mit 0,2 Sekunden Abstand zu Savadori. Markus nimmt mit dem 14. Rang zwei Punkte mit in die Gesamtwertung der WorldSBK Championship. Er liegt aktuell mit 9 Zählern auf Gesamtrang 14.

Markus Reiterberger:

„Kein gutes Rennen – weit weg von dem im letzten Jahr. Die Probleme sind annähernd gleich zum letzten Jahr, unsere Pace ist so wie im letzten Jahr und alle anderen haben sich verbessert und sind schneller geworden. Ab Rennmitte kann ich die Zeiten der Top10 fahren. Das ist aber nicht was ich mir erhoffe und auch erwarte. Ich benötige leider zu viel Zeit um mich auf das Setup des Motorrads einzustellen um es einschätzen zu können. Die ersten Runden mit neuen Reifen sind unser Problem und hier haben wir noch keine Lösung. Dass ich in der letzten Runde meine Chancen gegen Krummenacher und Savadori nicht nutzen konnte ist natürlich auch ärgerlich.“

P14 | Fastest lap 1´34.989 min | Top speed 305,1 km/h

Download:

Ergebnisse Superpole2 WorldSBK Thailand 2017

Ergebnisse Rennen 1 WorldSBK Thailand 2017