Es war ein würdiger Saisonabschluss für Markus Reiterberger auf internationalem Parkett bei seinem Sieg in der Superstock 1000 Europameisterschaft im spanischen Jerez auf seiner Van Zon-Remeha-BMW S 1000 RR, nachdem er zu Anfang der Saison seinen permanenten Fahrerplatz bei Althea BMW in der Superbike WM aufgab.

Es hagelte Kritik, aber auch viel Zuspruch für diesen sehr überlegten, aber gewagten Schritt. Er wechselte zurück in die IDM Mannschaft von Werner Daemen um zu alter Stärke zurückzufinden und dominierte dort auf noch nie dagewesene Art das Geschehen. Er qualifizierte sich für alle Pole Positions und gewann 13 (!) von 14 IDM Rennenläufen.

01.-03.09.2017 ADAC Sauerlandpreis IDM – Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft

Im August, beim deutschen Lauf der WoldSBK auf dem Lausitzring absolvierte er einen Doppelstart seinen Wildcardeinsatz in der Weltmeisterschaft und den regulären Start in der IDM, die als Rahmenserie mit von der Partie war. Vier Rennen und über 300 Runden auf dem Eurospeedway Lausitz. Im zweiten Lauf der Weltmeisterschaft erreichte er mit einer beeindruckenden Rennleistung den neunten Rang und nur zwei Stunden später sicherte er sich mit einem IDM Doppelsieg vorzeitig den IDM Superbike Titel. Ein Rennwochenende der Superlative eine Teamleistung.

18.-20.08.2017 WorldSBK PROSECCO DOC German Round, Lausitzring

Im Rahmen der Langstrecken Weltmeisterschaft brillierte der Obinger „nebenbei“ mit Platz zwei im legendären 24H-Rennen in Le Castellet zum Bol D´Or. Dass Reiterberger dann noch das MotoGP Motorrad von KTM im MotorLand Aragón testen durfte, war die persönliche Krönung seiner Motorsportsaison 2017. Den privaten Gaststart in der B-Lizenz beim Sandbahnrennen in Pfarrkirchen dürfen wir in diesem Zusammenhang natürlich nicht unterschlagen.

Der STK 1000 Triumph in Jerez markiert den krönenden Saisonabschluss für den 23-jährigen Rennfahrer und sein Van Zon-Remeha-BMW Team um Werner Daemen. Mit der Pole Position und dem Rennsieg bewies er vor bekanntem WM Publikum, aus welchem Rennfahrer-Holz er geschnitzt ist.

Den Kopf hängen lassen – das kam für Reiterberger und sein Team zu Beginn der Saison nicht in Frage. Sein Gesamtsieg in der BMW Motorrad Race Trophy, der Herstellerwertung für alle BMW Motorrad Motorsport Piloten weltweit, mit der maximal möglichen Punktzahl unterstreicht, dass der Reiterberger-Neustart mehr als geglückt ist.

Markus Reiterberger:

„Die Saison 2017 hätte ich so niemals erwartet. Das war eine Achterbahnfahrt. Anfang des Jahre war es sehr schwer für mich und mein Team. Einfach so aus der WM aussteigen, aus meinem großen Traum, das war hart. Und dass alles sich so positiv verändert hat, habe ich vielen Menschen zu verdanken, die immer hinter mir gestanden haben. Rennsport ist Leistungssport. Und im Leistungssport muss man Ergebnisse liefern. Ich habe gesehen, dass man mit der richtigen Einstellung, dem richtigen Support, dem richtigen Team und dem nötigen Vertrauen sehr viel erreichen kann. Deshalb möchte ich mich noch einmal bei allen Beteiligten bedanken, die mich auf diesem Weg unterstützt haben. Natürlich bei meinem Team Van Zon-Remeha-BMW, meinen Teamkollegen, meinen Sponsoren, meinen Fans, meinem medizinischen Team, meinen Freunden, meiner Familie und allen weiteren Unterstützern. Wir haben in der Saison 2017 alle zusammen in die richtige Richtung gearbeitet und viele Herausforderungen genommen. Das ist nicht selbstverständlich. Ich bin stolz in so einem Umfeld Motorradrennen fahren zu dürfen. Und ich bin mehr als zuversichtlich, dass wir so noch weit kommen werden. Danke!“