Nachdem Markus schon beim 8h Rennen in Oschersleben für das Team LRP Poland in der EWC Klasse der Langstrecken Weltmeisterschaft an den Start gegangen ist, nutze er die lange IDM Pause für einen weiteren Einsatz für die polnische Mannschaft. Mit Werner Daemen und Dirk Linnebacher unterstützt sein Van Zon-Remeha-BMW Team die EWC Mannschaft um Bartlomiej Lewandowski zusätzlich mit Know How.

Der Slovakia Ring liegt mit seiner Streckenlänge von 5,922 km in der Nähe der kleinen Stadt Orechová Potôň, circa 35 km südöstlich der slowakischen Hauptstadt Bratislava. Für das achtstündige Rennen bei Temperaturen um 35°C waren Reiterberger, sowie Jaroslav Cerny und Michal Filla im Fahreraufgebot.

Nachdem das bisherige Einsatzmotorrad nach dem spektakulären Unfall beim Einsatz in Oschersleben im Juni nicht mehr einsatzfähig war, baute die LRP Mannschaft noch bis zur letzten Minute eine völlig neue BMW S 1000 RR auf.

 

Donnerstag 22.06.17 – Qualifying 1 und Nachttraining.

In den freien Trainings konnte Markus die nagelneue BMW mit einer 2:04.753 min Runde auf Gesamtrang zwei fahren. Kein schlechter Einstand für den IDM Führenden auf der für ihn fremden Rennstrecke.

Im ersten Qualifying, in dem jeder der drei Fahrer jeweils 20 Minuten Fahrzeit zur Verfügung hat, war es bedeutend wärmer, was eine Verbesserung der Rundenzeiten unmöglich machte. Mit einer 2:05.172 min Runde hat es für Markus aber wieder auf Anhieb für Platz 2 in seiner Session gereicht. Im kombinierten Ergebnis, der durchschnittlichen Rundenzeit aller drei Einsatzfahrer eines Teams, belegte das LRP Poland Team Gesamtplatz 7. Das 1,5 stündige Nachttraining beendete die Mannschaft auf P4 mit 2:05.835 min.

Freitag 23.06.17 – Qualifying 2

Dirk Linnebacher, der im IDM Team die technische Leitung und das Datarecording betreut, hatte nach dem Vortag noch einmal eine Fahrwerksänderung am LRP Motorrad vorgenommen, mit der Markus im Qualifying 2 auf Anhieb einen neuen Rundenrekord fahren konnte (2:04.343 min) und damit in seiner Session den ersten Platz belegte. Der Rundenrekord hielt leider nur knapp eine halbe Stunde, da Niccoló Canepa mit seinem Werksmotorrad noch einmal mit 14 Zehnteln unterbieten konnte. Das Qualifying beendete die LRP Mannschaft kombiniert auf P4 mit 2:05.367 (+0,889). Eine gute Ausgangsposition für den Le Mans Start, den Markus am kommenden Tag übernehmen sollte.

Samstag – Raceday 8h Slovakia Ring.

Der Zeitplan für das Rennen musste aufgrund starker Insektenschwärme in den absolvierten Nachttrainings um eine halbe Stunde vorverlegt werden, weil die Fahrer durch ihr Visier zum Teil nichts mehr sehen konnten. Deshalb begann das Rennen für Markus schon um 13:30 Uhr.  Er konnte mit einer starken Anfangsphase glänzen und übergab auf P4 an seinen Teamkollegen. Mit nur kleinen Fehlern bei den Boxenstopps und einem technischen Defekt, der eine minimale Verzögerung zur Folge hatte, kam das Team ohne große Probleme durch die 8 Stunden. Markus absolvierte in Summe vier komplette Stints bei den heissen Temperaturen – mehr als seine beiden Teamkollegen. Im gelang es in der Schlussphase noch, das vorausfahrende Team Kawasaki Bollinger einzuholen und mit einem knappen Vorsprung von 4,5 Sekunden hinter sich zu lassen.

Reiti brachte das taktische Rennen mit P7 über die Zielline – Platz 5 in der EWC Wertung.

 

Markus Reiterberger:

„Ich freu mich für sehr die Truppe – für jeden einzelnen. Uns war klar, dass wir nicht um das Podium kämpfen würden, aber wir haben hier einen guten Job gemacht. Die Jungs sind ein sehr emotionales Team und man spürt die Begeisterung. Wir konnten gemeinsam ein gutes Rennen fahren und mit unseren Möglichkeiten ein starkes Ergebnis holen. Mit dem neu aufgebauten Bike hatten wir einige Startschwierigkeiten, die wir aber rechtzeitig in den Griff bekommen haben. Bei den Temperaturen war das echte Knochenarbeit – in der Box und auf dem Motorrad. Auch meine Teamkollegen Jaroslav Cerny und Michal Filla haben einen coolen Job gemacht – Danke an alle.“

 

Alle Bilder der 8h EWC Slovakia Ring findest Du >hier<.